
|
Der Herausgeber Laurenz Lütteken, geb. 1964, seit 2001 Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Zürich; Hauptarbeitsgebiete sind die Musik des Spätmittelalters und des 18. Jahrhunderts sowie musikalische Gattungs- und Ideengeschichte;zahlreiche Veröffentlichungen zur Musik des 14. - 20. Jahrhunderts. |
Der Band behandelt in Einzeldarstellungen die wichtigsten Großformen der abendländischen Kirchenmusik. Er gibt zunächst einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Messe von der Feier des einstimmigen Meßordinariums bis zur mehrstimmigen Vertonung seit der Renaissance. Abrisse der kleineren liturgischen Formen von Requiem, Stabat Mater und Te Deum schließen sich an. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Geschichte der Motette, bes. als kirchenmusikalische Gattung. Alle behandelten Musikformen sind bis in das 20. Jahrhundert hinein präsent geblieben. Wunderbar sind sie, die Bände der Reihe MGG prisma, hat man doch die Information des MGG zur Verfügung, ohne sich das riesige Werk anschaffen zu müssen...Wunderbar auch die Literaturangaben am Ende des Buches Kirchenmusikalische Mitteilungen Nr. 113, November 2002 (Diözese Rottenburg-Stuttgart) |
| |||
|
Die Herausgeberin Christiana Nobach, geb. 1954, seit 1995 Redakteurin der Neuausgabe der Musikenzyklopädie »Die Musik in Geschichte und Gegenwart«; Veröffentlichungen zur Kammermusik des 19. und 20. Jahrhunderts. | Dieser Band behandelt die europäischen Streichinstrumente – von der Gambe, dem Violone, der Viola d’amore bis hin zum Kontrabass und denen des klassischen Streichquartetts –, und zwar in getrennter Sichtweise auf die beiden sich seit dem Mittelalter entwickelnden Instrumentenfamilien der Viola-da-gamba- und der Viola-da-braccio-Familie. Eine Fülle von Details zum Instrumentenbau, zu Spielweisen und Spieltechniken, Haltung, Grifftechnik, Bogenführung und Notation wird durch anschauliche Abbildungen und Notenbeispiele untermauert. Dabei wird in einem Seitenblick immer wieder auf Ursprünge und Parallelen in der Volksmusik und dem außer-europäischen Bereich verwiesen. Hinzu kommt eine Übersicht über die Musik für das jeweilige Instrument, mit punktuellen Schwerpunkten durch die Jahrhunderte bis zur Gegenwart. Abgeschlossen wird der Band durch ein umfassendes, aktualisiertes Literaturverzeichnis. |
| |||
|
Die Autoren Christian Martin Schmidt, geb. 1942, Professor für Musikwissenschaft an der TU Berlin, Veröffentlichungen insbesondere zu Brahms und Schönberg. Wolfram Steinbeck, geb. 1945, Professor für Musikwissenschaft an der Universität Köln, Veröffentlichungen zur Geschichte der Sinfonik. | Johannes Brahms und Anton Bruckner waren neben Richard Wagner die beherrschenden Figuren der deutschen Musik im ausgehenden 19. Jahrhundert. Dieser Band stellt die von Schmidt (Brahms) bzw. Steinbeck (Bruckner) geschriebenen monographischen Darstellungen von Leben und Werk der beiden so unterschiedlichen Zeitgenossen zusammen. Detaillierte Werk- und umfassende Literaturverzeichnisse ergänzen die Ausführungen, die den Schwerpunkt neben dem Lebensabriß und der Rezeptions- und Wirkungsgeschichte vor allem auf die formalen Besonderheiten des Schaffens legt. |
| |||
|
Der Autor Ludwig Finscher, geb. 1930, lehrte bis zu seiner Emeritierung 1995 als Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur neueren Musikgeschichte, zuletzt 2000 eine Monographie über Joseph Haydn. Herausgeber der seit 1994 erscheinenden Neuausgabe der MGG. | Die Symphonie ist, neben der Klaviersonate, die wichtigste, am weitesten verbreitete Gattung der neueren Musikgeschichte. Ludwig Finschers Überblick reicht von der Wortgeschichte über die italienische Opern-Sinfonia bis zu den unterschiedlichsten Nachklängen der Form in der Musik der Gegenwart. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf der Darstellung der Konzertsymphonie im 18. und 19. Jahrhundert. Breiten Raum nimmt dabei - neben der Entwicklung von Beethoven bis Mahler - die ausführliche Diskussion ihrer Anfänge von den 1730er-Jahren bis zur musikgeschichtlichen Durchsetzung der Form bei Haydn und Mozart ein. Stationen der Symphonie-Geschichte in den nicht-deutschsprachigen Ländern schließen sich an und münden in eine - gleichfalls regional gegliederte - Darstellung ihres Wandels wie Überlebens in der Neuen Musik seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein Exkurs gilt dabei den Sonderformen der Kammersymphonie und der Sinfonietta. Abgeschlossen wird der Band durch eine bis zum Jahr 2000 reichende Auswahlbibliographie zum Thema. |
| |||
|
Der Autor Der Autor Klaus Kropfinger, nach Studium und Promotion 1962-1966 Mitarbeiter der Neuen Beethoven-Gesamtausgabe; danach Professor für Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und zuletzt an der Universität Kassel. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Musik der Troubadours und Trouvères sowie zur Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. | Klaus Kropfingers Beethoven-Buch ist ein vollkommen neuer Versuch, Biographie und Werk dieses zentralen Komponisten der Musikgeschichte darzustellen. Eine umfangreiche chronologische Übersicht in tabellarischer Form hält alle äußeren Ereignisse aus Beethovens Leben fest. Dieses selbst wird unter dem spannungsreichen Kontrast von äußerer und innerer Biographik erfaßt. Kropfingers besonderes Interesse gilt dabei den Briefen sowie den Stationen, Konstellationen und Krisen der Identität. Die biographische Problematik lenkt zum Werk über, das systematisch unter Aspekten der Gattungsstrategie, der kompositorischen Arbeit und Entwicklung beschrieben wird. Kapitel zur Struktur und Form sowie zur Rezeption und Interpretation schließen die Darstellung ab. Der Band enthält darüber hinaus ein nach vollständiges Werkverzeichnis sowie eine umfangreiche Bibliographie. |
| |||
|
Der Herausgeber Alfred Reichling, geb. 1931; Professor emeritus für Musik und ihre Didaktik and der Universität Würzburg, von 1983 bis 1998 Präsident der Gesellschaft der Orgelfreunde. Herausgeber der Reihen Acta Organologica, seit 1967; und Documenta Organologica. Editionen älterer Orgelmusik, zahlreiche Veröffentlichungen zur Orgelmusik, Orgelbaugeschichte und Orgeldenkmalpflege. Fachbeirat für den Bereich »Orgel« in der Neuausgabe der MGG. | Gegenüber dem Artikel Orgel in der Erstausgabe der MGG ist der gleichnamige Großartikel in der Neuausgabe sowohl umfangsmäßig als auch in seiner inhaltlichen Auffächerung beträchtlich ausgeweitet. Dies betrifft die eigentliche Darstellung wie das Verzeichnis der Sekundärliteraturliste in gleichem Maße. Die Ergebnisse neuerer akustischer Forschungen fanden ebenso Berücksichtigung wie die inzwischen mächtig angeschwollene orgelkundliche und orgelhistorische Literatur. Beschränkte sich früher die Darstellung der Orgelgeschichte seit dem Mittelalter auf acht Länder bzw. größere geographische Bereiche, so sind nun insgesamt 30 Länder vertreten. Statt einer von normativem Denken beherrschten Sichtweise auf der um 1960 in vielen Bereichen noch relativ schmalen Wissensgrundlage wurde eine möglichst ausgewogene Aufbereitung der inzwischen gewonnenen neuen Erkenntnisse angestrebt. Deshalb findet sich im Abschnit »Disposition« kein Absatz »Irrwege« mehr, und an die Stelle von »Verfall und Regeneration« ist ein Überblick über »Tendenzen des 19. und 20. Jahrhunderts« getreten. Völlig neu hinzugekommen sind die Kapitel »Sonderformen« und »Orgeldenkmalpflege«. Das Kapitel »Gebrauchsgeschichte« berücksichtigt nun auch die Orgel in der Synagoge. Die gebotene Kürze zwang zu einer knapperen Behandlung der Frühgeschichte. Dies wird jedoch reichlich aufgewogen durch den enormen Zuwachs an möglichst konkreten Informationen aus dem Fundus des gegenwärtigen Wissensstands in den übrigen Bereichen, wobei Passagen, die vorwiegend aufzählenden Charakter haben (Orte, Namen), im Rahmen des Möglichen in Grenzen gehalten wurden. |
| |||
|
Die Herausgeberin Sibylle Dahms, geb. 1937; Leiterin der Abteilung Tanz und Musiktheater am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Salzburg; zahlreiche Veröffentlichungen zur Tanz- und Musiktheatergeschichte; Mitarbeit an tanz- bzw. musiktheatralischen Aufführungsprojekten; Fachbeirätin für den Bereich »Tanz« in der Neuausgabe der MGG. | Als eine der Urformen künstlerischen Ausdrucks nahm der Tanz in der Antike eine zentrale Position im kulturellen Leben ein, wie dies heute noch im Bereich außereuropäischer Kulturen der Fall ist, verlor jedoch im Laufe der abendländischen Geschichte aufgrund religiöser und soziokulturell bedingter Gegebenheiten an Stellenwert. Dies ist auch der Grund, warum der Tanz wissenschaftlich noch immer eine vergleichsweise begrenzte Rolle spielt. Wachsendes Interesse aus unterschiedlichsten Forschungsbereichen - der Musik- und Theaterwissenschaft, aber auch der Literaturwissenschaften, Kunstgeschichte, Theologie, Psychologie, Medizin und Ethnologie - rückt ihn zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Der vorliegende Abriß sucht das Phänomen »Tanz« in seinen wesentlichen systematischen wie historischen Aspekten wissenschaftlich fundiert zu erfassen und den Leser darüber hinaus in Text und Bild über wichtige Forschungseinrichtungen, Literatur und Quellenmaterial zu informieren. |
| |||
|
Der Herausgeber Andreas Jaschinski, geb. 1954; seit 1989 Schriftleiter der Neuauflage der Musikenzyklopädie »Die Musik in Geschichte und Gegenwart«; Veröffentlichungen zur Musik des 18. und 20. Jahrhunderts; Mitarbeiter an verschiedenen Musikzeitschriften. | Musik aufschreiben zu können ist ein äußerst faszinierendes und weltweit verbreitetes Phänomen. Die Gründe für Notation können sehr verschieden sein: Von den gleichsam stenographischen Gedächtnisstützen der frühen Kirchenmusik (Neumen) über instrumentenorientierte Griffschriften (Tabulaturen) bis hin zur präzisen Notierung von Kompositionen und allerlei Reformversuchen spannt sich der Themenbereich des Bandes. Die geschichtliche Darstellung reicht von den ersten antiken Zeugnissen bis zu graphischen Notationsformen des 20. Jahrhunderts. Ein eigenes Kapitel widmet sich nichtwestlichen Notenschriften. In den Kernartikel einbezogen sind weitere Artikel wie Chiavette, Partitur oder Kryptographie. So entsteht ein Gesamtbild eines zentralen musikalischen Gegenstandes. |
| |||
|
Der Autor Ludwig Finscher, geb. 1930; lehrte bis zu seiner Emeretierung 1995 als Ordnarius für Musikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Zahlreiche Veröffentlichungen zur neueren Musikgeschichte. Herausgeber der seit 1994 er- scheinenden Neuausgabe der MGG. In der Reihe MGGprisma ist erschienen: Symphonie (2001). | Das Streichquartett ist neben der Symphonie und der Instrumentalsonate die wichtigste Gattung der neueren Musik- geschichte. Mit ihrem Satz zu vier obligaten und virtuell gleichberechtigten Stimmen gilt sie vielfach als die anspruchsvollste Kompositionsgattung überhaupt. Finscher verfolgt ihre Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis in die unmittelbare Gegenwart anhand der zentralen Stationen von Haydn bis zu Schostakowitsch, ohne deswegen die Neben- wege zu vernachlässigen. Ergänzt wird der Band durch vier weitere Artikel: Streichquartett-Ensemble, Streichquintett, Streichsextett und Streichtrio. Auf diese Weise entsteht ein umfassender historischer Überblick über die unterschiedlichen Formen der Streicherkammermusik. Abgeschlossen wird der Band durch eine bis zum Jahr 2001 reichende Auswahlbibliographie. |
| |||
|
Der Herausgeber Thomas Seedorf, geb. 1960, ist seit 1988 als wissenschaftlicher Angestellter an der Universität Freiburg tätig. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. zum Interpretationsgeschichte, zur Musiktheorie und zur Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Fachbeirat der Neuausgabe der MGG für den Bereich Vokalsolisten. | Dass die Stimme das einzige Musikinstrument sei, das dem Menschen direkt von der Natur gegeben ist, wurde seit der Antike immer wieder betont. Der Gebrauch der menschlichen Stimme, der alltägliche wie vor allem der künstlerische, durchlief aber im Lauf der Musikgeschichte einen vielfältigen Wandel, der unmittelbar mit der allgemeinen Entwicklung der Musik verknüpft ist. Einen Überblick über jenes Potential der Stimme, das sich im Laufe von Jahrhunderten entfaltet hat, vermittelt dieser Band. Im Zentrum steht der weit ausholende physiologische und historische Aspekte umfassende Artikel »Singen«, ergänzt um die Artikel »Belcanto«, »Kastraten« und »Sprechgesang« sowie durch unmittelbar das Thema Gesang berührende Abschnitte der Artikel »Stimmengattungen« und »Improvisation«. Abgerundet wird der Band durch eine ausführliche und auf den aktuellsten Stand gebrachte Auswahlbibliographie. |
|