* in Neuangermünde (Brandenburg), † nach 8. Okt. 1516, Sterbeort unbekannt, Drucker. Mewes arbeitete in Basel zunächst möglicherweise als einer von elf Gehilfen beim Drucker Johann Amerbach (das Steuerbuch von 1497 verzeichnet einen »Gregorius«; vgl. D. A. Fechter 1863, S. 256), seit 1504 ist er als Buchdrucker nachgewiesen (gemeinsam mit Frau Anna, Tochter, Bruder und einem Diener; vgl. Der Glückshafenrodel 1942, S. 195, 207, 213 und 540). Die einzige Quelle, in der (im Vorwort) der eigentliche Name Gregor Mewes begegnet, ist Mewes’ frühester Druck, sein einziger Musikdruck Concentus harmonici quattuor missarum peritissimi m[u]sicorum Jacobi Obrecht, Basel [1507]. Ein Kolophon fehlt. Übereinstimmungen in Schrift und Papier lassen darauf schließen, daß diese vier Stimmbücher (noch) nicht in der eigenen, sondern in der Offizin des Jacob Wolff von Pforzheim hergestellt wurden. Zwischen 1509 und 1515 legte Mewes mindestens acht eigene Textdrucke (vor allem humanistischer Natur) vor, die er entweder nicht oder mit »Gregorius Bartholomei« (wohl benannt nach seinem Vater Bartholomeus) kennzeichnete. Ab 1514 verwandte er eine Druckermarke. Die Concentus harmonici beinhalten vier Messen J. Obrechts, darunter die Missa »Maria zart« als Unikum. Neuerdings wird der Druck in die...