* um 1660 in Hirtenfeld bei St. Marein bei Graz (Steiermark), † 13. Febr. 1741 in Wien, Kapellmeister, Komponist und Musiktheoretiker. Die Taufmatriken aus St. Marein, wonach der Weiler Hirtenfeld eingepfarrt war, beginnen 1663, so daß sich das Geburtsjahr von Fux nur annähernd aus der Angabe »alt 81 Jahre« im Totenbeschauprotokoll (A-Wsa, Totenbeschauprotokoll Bd. 42; zit. nach L. Ritter von Köchel 1872 [s. Lit.1.], S. 288) bestimmen läßt. Vater Andreas Fux war Bauer in Hirtenfeld, eine Zeit lang wirkte er auch als Zechprobst in St. Marein; die in den Matriken als Mutter späterer Kinder genannte Ursula Fux könnte seine zweite Gattin gewesen sein: Dies nämlich würde erklären, warum nicht Johann Joseph Fux, sondern sein jüngerer, demnach Halbbruder Peter den väterlichen Hof übernommen hat.
Johann Joseph Fux dürfte seine erste musikalische Ausbildung vom Schullehrer in St. Marein erhalten haben, dessen Name nicht bekannt ist. Wahrscheinlich sollte er sich für den geistlichen Stand vorbereiten und immatrikulierte deshalb an der Jesuitenuniv. Graz, wo er 1680 als Schüler der Grammatik (3. Klasse) nachzuweisen ist. Die Unterweisung in Musik bildete einen festen Bestandteil des Studiums, vielleicht nahm Fux noch zusätzlichen Unterricht. 1681 wurde er aufgrund...