*22. Aug. 1888 in Mulhouse (Elsaß), †15. Okt. 1964 in Zürich, Musikwissenschaftler und Cellist. Er studierte 1902 bis 1905 Violoncello bei Norbert Salter am Straßburger Konservatorium und war daneben privater Orgelschüler bei Albert Schweitzer. Nach dem 1906 begonnenen Mathematikstudium in Straßburg erwarb er 1911 ein Diplom in Ingenieurwissenschaften an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich (ETHZ). Gleichzeitig hörte er philosophische und kunstgeschichtliche Vorlesungen an der Universität und besuchte die Kammermusikklasse des Kons. bei Friedrich Hegar und Willem de Boer. 1913 wurde er an der Großherzoglichen Technischen Hochschule in Darmstadt promoviert. Darauf nahm er in Dresden bei Georg Wille Violoncello-Unterricht und durchlief 1915 bis 1917 eine Ausbildung als Chorleiter beim Berliner Philharmonischen Chor. An der Berliner Univ. hörte er als Assistent bei Siegfried Ochs musikwissenschaftliche Vorlesungen. Von 1913 bis 1916 war er Privatschüler bei M. Reger in Meiningen und Jena. In die Schweiz zurückgekehrt war er von 1917 bis 1921 MD. und Org. in Wattwil (Kanton St. Gallen). Von 1921 bis 1942 wirkte er als MD. in Chur und Arosa, ferner als Lehrer an der Musikschule Chur. 1923 habilitierte er sich an der Univ. Zürich. Dort lehrte er bis zu...