*26. April 1922 in Veytaux (bei Montreux), †28. April 1992 in Pully, Musikwissenschaftler, Dirigent und Komponist. Gaillard studierte von 1936 bis 1938 bei Edmond Appia (Violine) und Alexandre Denéréaz (Harmonielehre) am Kons. Lausanne, anschließend am Musikkollegium Winterthur bei Ernst Wolters Violine. Gleichzeitig war er Schüler bei Max Frey in Zürich. Nachdem er zunächst ein Theologiestudium begonnen hatte, nahm Gaillard 1943 bis 1944 Unterricht im Dirigieren bei Samuel Baud-Bovy am Genfer Kons. und privat bei Franz von Hößlin. 1944 wurde er in die Klasse von Willem de Boer am Kons. Zürich aufgenommen, wo er 1946 das Lehrdiplom erhielt. Er studierte anschließend an der Univ. Zürich Musikwissenschaft bei A.-E. Cherbuliez sowie Philosophie und Kirchengeschichte. Ferner erhielt er privat Kompositionsunterricht bei W. Burckhard (1946–1951) und bei P. Hindemith (1951/52). 1947 wurde er mit einer Arbeit über Loys Bourgeois promoviert. Gaillard war als Chor- und Orchesterleiter, als Musikwissenschaftler und Komponist tätig. Von 1951 bis 1969 war er Leiter des Wagner-Seminars bei den Internationalen Festspieltreffen in Bayreuth, deren Chor er von 1957 bis 1969 dirigierte. Am Genfer Grand Théâtre war er von 1969 bis 1987 für die Leitung und Ausbildung des Chores zuständig. Als Prof. für...