* 9. März 1940 in Neuchâtel, Musikwissenschaftler. Eigeldinger studierte Literatur an der Univ. Neuchâtel (Licence ès lettres 1962; Promotion in Mw. 1981), außerdem Mw. bei J. Chailley an der Sorbonne (Diplom 1964) sowie Klavier am Genfer Conservatoire. Er unterrichtete französische Literatur am Gymnase Cantonal von Neuchâtel, anschließend Harmonielehre und musikalische Analyse am Institut Jaques-Dalcroze in Genf (1976–1981) sowie am dortigen Cons. (1978–1983), bevor er Doz. bzw. 1988 Ordinarius für Mw. an der Genfer Univ. wurde (Emeritierung 2000). Von 1976 bis 1988 war Eigeldinger Hrsg. der Revue musicale de Suisse romande und stand von 1976 bis 1997 der von ihm gegründeten Section Romande der Schweizerischen musikforschenden Gesellschaft als Präs. vor. Er lehrte als Gastprof. an verschiedenen Univ. und mehrfach im Rahmen des mw. Programms an der École normale supérieure in Paris (1985–1987, 1995, 2001).Eigeldingers Forschungsinteresse gilt J.-J. Rousseau und seinem musiklexikographischen Werk, der Klaviermusik des 19. Jh. und vor allem dem Werk, der Interpretation, der Pädagogik und der Ästhetik Chopins. Er ist regelmäßiger Gast der mw. Kongresse und des Internationalen Klavierwettbewerbs Fr. Chopin in Warschau, dessen Jury er 1995 angehörte. 2001 wurde Eigeldinger mit dem Preis der International Fryderyk Chopin Foundation (Warschau) ausgezeichnet....