* 4. Jan. 1934 in Arosa (Schweiz), Musikwissenschaftler. Lichtenhahn studierte ab 1956 an der Musik-Akad. und bei L. Schrade an der Univ. Basel. 1966 wurde er mit einer Arbeit über Die Bedeutung des Dichterischen im Werk Robert Schumanns promoviert, 1969 zum außerordentlichen Prof. an der Université de Neuchâtel ernannt. 1974 habilitierte er sich in Basel mit einer Arbeit über die romantische Auffassung der Kirchenmusik. 1982 erfolgte seine Ernennung zum außerordentlichen, 1985 zum ordentlichen Prof. für Mw. und Musikethnologie an der Univ. Zürich. Lichtenhahn war von 1974 bis 1996 Präsident der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft, arbeitete im Schweizer Musikrat mit, stand der Musikkommission der Stadt Zürich vor und ist Mitglied des wissenschaftlichen Ausschusses der Paul Sacher Stiftung Basel. Seine Arbeitsgebiete sind insb. die Musik und die Musikanschauung des 18. bis 20. Jh. sowie die Musik der südlichen Sahara mit Feldforschungen zur Kultur der Tuareg und der Hausa ab 1971.