*5. Jan. 1893 in Schlüchtern (Hessen), †22. Nov. 1975 ebd., Musikwissenschaftler. Blume studierte von 1911 bis 1914 zunächst Medizin, dann Mw., Kunstgeschichte und Philosophie in München bei A. Sandberger, Th. Kroyer, W. Wölfflin (Musiktheorie bei E. Istel), in Leipzig bei H. Riemann, A. Schering, A. Schmarsow, J. Volkelt und W. Wundt und in Berlin bei H. Kretzschmar, J. Wolf und H. Goldschmidt. Nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft nahm er 1919 sein Studium in Leipzig bei A. Schering, H. Abert, W. Pinder und J. Volkelt wieder auf und wurde 1921 mit Studien zur Vorgeschichte der Orchester-Suite im 15. und 16. Jh. promoviert. Als Assistent H. Aberts ging er mit diesem 1923 nach Berlin, wo er sich 1925 mit der Schrift Das monodische Prinzip in der protestantischen Kirchenmusik habilitierte. 1927 gründete er mit Fritz Jöde und Georg Kallmeyer die Gesamtausgabe der musikalischen Werke von M. Praetorius, die unter seiner Leitung bis 1940 erschien und 1960 mit einem Registerband abgeschlossen wurde. 1928 gründete er als zweites Editionsunternehmen, das vom Georg-Kallmeyer-Verlag getragen wurde, Das Chorwerk, das von 1929 bis 1938 unter seiner Leitung erschien und das er 1956 gemeinsam mit K. Gudewill neugründete. Nach dem Tode H. Aberts leitete Blume 1927 bis 1929 kommissarisch das Mw. Inst. der Univ. Berlin; daneben...