Musikverlag in Augsburg. Der Gründer, Andreas Böhm (* 1764; † 1. Sept. 1834 in Augsburg), Stadtmusikant und Musikalienverleger aus dem benachbarten Friedberg, erhielt am 22. Nov. 1803 vom Rat der Stadt Augsburg die Musikalienverlagsgerechtigkeit. In die Fußstapfen des Vaters trat der Sohn Anton Josef Böhm (* 15. Sept. 1807 in Augsburg, † 2. Jan. 1884 ebd.), der nach Ausbildung und kurzer Tätigkeit in der väterlichen Firma diese mit dem Befähigungszeugnis und der Konzession als Musikalienverleger vom 7. Juli 1831 übernahm. Unter Anton Böhm expandierte das Geschäft, so daß er später noch seinen Bruder Johann Kar1 Böhm (* 31. März 1809 in Augsburg, † 30. Aug. 1880 ebd.?) in den Verlag holte. Der gegenwärtige Firmenname geht auf den Geschäftseintritt von Antons Sohn Moritz Anselm Böhm (* 22. März 1846 in Augsburg, † 31. Juli 1896 ebd.) zurück, der im Jahre 1871 als Teilhaber in den Betrieb eingetreten war. Drei Jahre später führte er das Geschäft als Alleininhaber weiter. In diese Zeit fällt die Gründung der Zweigniederlassung in Wien am 1. Sept. 1893. Nach seinem plötzlichen Tod beauftragte die Witwe Luise den Prokuristen Hermann Balig mit der Leitung des Verlags, bis er von ihrem ältesten Sohn Theodor Böhm (* 11. Dez. 1879 in Augsburg, † 20. Sept. 1946 ebd.) im Jahre 1906 übernommen werden konnte. Unter seiner geschickten...