*28. (15.) Jan. 1907 in Kiew, †27. Dez. 1982 in Lausanne, Indologe, Komponist und Pianist. Seit dem fünften Lebensjahr wurde Regamey von seinen Eltern, die eine eigene Musikschule in Kiew leiteten, in Musik unterrichtet. Nach dem Umzug nach Polen 1920 studierte er am Warschauer Kons. Theorie und Klavier (Józef Turczyński). 1935 wurde er an der Univ. Warschau promoviert und dort im gleichen Jahr Lehrbeauftragter für Sanskrit (1936 Habilitation). Von 1937 bis 1939 leitete er die Zeitschrift Muzyka polska. Nach der Schließung der Univ. Warschau 1940 schloß er sich dem Widerstand an. 1944 gelang ihm, nachdem er von den deutschen Besetzern festgenommen und deportiert wurde, die Flucht in die Schweiz. Er wurde 1945 Lehrbeauftragter an den Univ. Fribourg und Lausanne, 1946 Prof. für allgemeine Sprachwissenschaft in Fribourg und 1949 Prof. für slawische und orientalische Sprachen und Kulturen in Lausanne. Von 1954 bis 1962 war er mit Pierre Meylan Herausgeber der Feuilles musicales. 1960 wurde er zum Vizepräsidenten, 1963 zum Präsidenten des Schweizerischen Tonkünstlervereins ernannt (bis 1968). Zudem war er von 1969 bis 1973 Präsidiumsmitglied der IGNM.