5. Jan. 1710 in Berlin, †5. Jan. 1783 ebd., Flötist, Musiktheoretiker und Komponist. Riedt ist von »Eltern aus England gebürtig« (Fr. W. Marpurg 1754, S. 549). Wer ihn die Kunst des Flötespielens gelehrt hat, die er bereits frühzeitig virtuos beherrschte, ist nicht überliefert. Seine kompositorische Ausbildung übernahmen Chr. Schaffrath und Joh. G. Graun. Bevor Riedt am 2. Febr. 1741 als Kammermusiker und Flötist in die Kgl. Hofkapelle Friedrichs II. aufgenommen wurde, diente er – wie sein inzwischen verstorbener Vater – dem Herrscher als ›Silberdiener‹. 1749 gehörte er zu den sechs Gründungsmitgliedern der Musikübenden Gesellschaft, der er von Nov. 1749 bis 1770 auch als Dir. vorstand. Riedt übernahm für Berlin den Vertrieb der Werke von C. Ph. E. Bach.