* 7. Dezember 1743 in Hamburg, † 29. Februar 1820 in Braunschweig, Schriftsteller. Geboren wurde Eschenburg als drittes Kind des aus Lübeck stammenden Leinenhändlers Nicolaus Jacob Eschenburg (1705–1786) und seiner Frau Aletta Elisabeth. Er besuchte ab 1753 das Johanneum in Hamburg, wo er musikalisch v. a. durch den späten Telemann geprägt wurde, danach das Akademische Gymnasium und studierte ab 1764 in Leipzig. Dort lernte u. a. auch Christian Felix Weiße, Johann Adam Hiller sowie den jungen Goethe kennen und schloss Freundschaft mit Daniel Schiebeler, Johann Jakob Engel, Christoph Daniel Ebeling sowie insbesondere mit Karl Wilhelm Jerusalem (1747–1772). Nach Fortsetzung des Studiums in Göttingen wurde er 1767 Hofmeister am 1745 in Braunschweig gegründeten Collegium Carolinum, das vom Vater seines Freundes, Johann Friedrich Wilhelm Jerusalem (1709-1789) geleitet wurde. In Braunschweig wurde er durch Johann Arnold Ebert (1723–1795) nachhaltig auf die englische Literatur aufmerksam gemacht, während er zunächst in Hamburg, dann in Wolfenbüttel intensiven Austausch mit Lessing pflegte. Eschenburg blieb dem Collegium Carolinum mit Ausnahme einer durch die napoleonische Besetzung herbeigeführten Unterbrechung 1808–1815 zeitlebens treu, wurde 1773 zum außerordentlichen Professor, 1777 als Nachfolger Friedrich Wilhelm Zachariäs zum ordentlichen Professor und 1782 zum Leiter der Bibliothek ernannt. 1786 erhielt er den...