† Getauft 20. Dezember 1729 in Königstadtl (Mittelböhmen, heute Městec Králové), † 2. Juli 1794 in Regensburg, Violinist und Komponist. Der Sohn des Nikolaus Pokorny, »civis et consularis« (Bürger und Ratsmitglied) in Königstadtl, wurde auf den Namen »Franciscus Thomas« getauft (Transkript des Taufeintrags in der Fürst-Thurn-und-Taxis-Hofbibliothek und -Zentralarchiv, FZA, Musiksammlung, 110 Pokorny), nannte sich aber selbst stets Franz oder Franz Xaver. Im März 1749 nahm Graf Philipp Karl zu Oettingen-Wallerstein (1720–1766) den jungen Pokorny, der sich zu der Zeit in Wien aufhielt, in seine Dienste. Im Mai traf er am Wallersteiner Hof (Ries/Bayern) ein. Anfang 1753 sandte der Graf Pokorny nach Regensburg, wo er bei Joseph Riepel Unterricht im Tonsatz und auf der Violine erhielt. Gegen Ende des Jahres oder Anfang 1754 folgte ein Fortbildungsaufenthalt bei Ignaz  Holzbauer in Mannheim, von dem Pokorny Ende März oder Anfang April 1754 zurückkehrte. Im November dieses Jahres erhielt er ein »Expectanz Decret« auf das Amt des Wallersteiner Chorregenten, tatsächlich übernommen hat er es aber erst Ende 1764. Seit etwa 1755 erteilte er »der Gnädigen Jungen Herrschaft« Musikunterricht. Um 1760/61 dürfte er die Leitung der Wallersteiner Hofkapelle übernommen haben. In...