1. Johann Wenzel, Jan Křtitel Václav, * 21. Febr. 1801 in Prag † 3. Dez. 1866 in Karlsruhe, Geiger, Kapellmeister und KomponistKalliwoda, Johann WenzelJohann Wenzel Kalliwoda. Zehnjährig kam Kalliwoda an das neu gegründete Prager Kons., wo er von Fr. D. Weber, dem Dir., Theorieausbildung in der Tradition Abbé Voglers und Kompositionsunterricht erhielt. Sein Violinlehrer war Fr. Wilh. Pixis (II), ein Vertreter der Mannheimer Schule mit Wiener Einfluß, der das Talent seines Schülers förderte. Im letzten Studienjahr wurde er mit einem Stipendium belohnt. Im Abschlußzeugnis (1816) bescheinigte ihm die Direktion »nebst einer schönen mechanischen Fertigkeit auch Geist im Vortrage« sowie ein »entschiedenes Talent zur Instrumentalkomposition« (zit. nach K. Strunz 1913, S. 276). Im selben Jahr wechselte Kalliwoda als Geiger in das Prager Theaterorch., dessen Leitung kurz vorher C. M. von Weber abgegeben hatte. Ein eigenes Konzert im Dez. 1821, bei dem er auch sein Violinkonzert op. 9 vortrug, sollte sein Abschiedskonzert in Prag werden. Auf der folgenden Reise trat er erfolgreich in Linz und München auf (April 1822), von wo er nach Donaueschingen fuhr, um seinen im Dienste...