1. John, * 22. Dez. 1785 in Whilton, Northampshire, † 19. Febr. 1859 in Versailles, Sohn eines SchreinersAbbey, JohnJohn Abbey. Er erlernte den Orgelbau in London bei James Davis (1762–1827) und vor allem bei Hugh Russell (um 1738–1825), der Orgeln bis Manchester und Cork lieferte. Nach kurzer selbständiger Tätigkeit ging Abbey 1826 nach Frankreich, um im Auftrag des Klavierbauers Sébastien Érard Orgeln herzustellen. Der Erfolg seiner kleinen, elegant ausgeführten Orgeln nach englischem Muster für die Industrieausstellung im Louvre (1827; III/14) und die Kapelle der Tuileries sowie die Unterstützung durch führende Musiker (u. a. Alexandre-Étienne Choron und G. Meyerbeer) ermunterten ihn, 1830 eine eigene Firma zu gründen. 1831 stellte er für die Aufführung von Meyerbeers Robert le diable in der Pariser Oper eine Orgel auf (1873 verbrannt). Zunächst in Paris ansässig, verlegte Abbey seine Werkstatt später nach Versailles, wo er 1840 an beiden Kathedralorgeln gearbeitet und das dortige ruhige Leben zu schätzen gelernt hatte. Sein Betrieb erlebte aber auch schwere finanzielle Engpässe, vor allem im Gefolge der Revolution von 1848 und wegen der starken Konkurrenz von Großfirmen wie Cavaillé-Coll und Daublaine/Ducroquet/Merklin. Deshalb vermochte er z. B. die...