*um 1532 vermutlich in Torgau, †um 1600 wahrscheinlich in Magdeburg, Komponist. Auf den Drucktiteln seiner musikalischen Werke wird als Herkunft »Torgense« (1586/87), auf denen der literarischen »Argeliense« (Carminum liber, Magdeburg 1589; Capita Prophetæ Ezechielis, ebd. 1595; Mellificium poeticum, ebd. 1606) angegeben, durch die Amtsbezeichnung scholæ Magdeburgensis poeta & musico ist die Identität dennoch gesichert. Als Sohn eines luth. Geistlichen besuchte er 1545 bis 1547 die Fürstenschule in Meißen. Zwischen 1561 und 1576 wirkte er als Stadtkantor in Saalfeld, mußte die Stadt aber 1571 bis 1572 wegen religiöser Auseinandersetzungen verlassen und wirkte in dieser Zeit als erster Bibliothekar der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel. 1576 bis 1595 ist er im renommierten Kantorenamt der altstädtischen Schule in Magdeburg nachweisbar, als Nachfolger von G. Dressler, dem er im folgenden Jahr einen Hochzeitsgesang widmete. 1587 erhielt Schröter 10 Taler von Kurfürst Christian I. von Sachsen für die Widmung eines (verschollenen) Symbolum. Wahrscheinlich ist er um 1600 gestorben, als das Magdeburger Kantorenamt von Fr. Weißensee übernommen wurde, der Schröter in der Vorrede seines Opus melicum rühmt.