*16. Aug. 1805 in Santiago del Estero, †3. Mai 1862 in Buenos Aires, Politiker und Komponist. Alcorta hatte früh Kontakt mit Volksmusik. Ab 1817 trieb er Studien im Franziskanerkloster in Catamarca (bei Fray Ramón de la Quintana) und ab 1820 an der Universität in Córdoba, wo er auch unter Anleitung des spanischen Flötisten José María Cambeses musikalisch ausgebildet wurde. 1826 war er wieder in Santiago, heiratete und begann eine rege politische Laufbahn, als Abgeordneter seiner Provinz an dem in Buenos Aires tagenden verfassungsgebenen Kongreß und später als Minister mehrerer provinzieller Regierungen der Konföderation, zog sich aber 1832 ins Privatleben zurück, übersiedelte nach Buenos Aires und lebte auf seinen Ländereien in Paso del Rey. Erst nach dem institutionellen Umsturz 1852 trat er wieder in den Staatsdienst, als Direktor der Staatsbank und Senator, immer getreu seiner liberalen Ideen und jeglichen Fortschritt fördernd. Er pflegte eifrig seine musikalischen Neigungen, sein Interesse an der Ausbildung seiner Kinder und Neffen im Colegio San Martin brachte ihn in nähere Verbindung mit dem deutschen Musikpädagogen Robert Hempel (1819–1876), bei dem auch Kirchenmusik einstudiert wurde und es ein Schülerorchester gab. Seine frühen Werke sind verschollen. Seine...