*24. Juni 1935 in Vimperk (Südböhmen), Komponist. Nach dem Besuch der Höheren Ökonomieschule arbeitete Teml als Ökonom. Komposition studierte er privat zunächst bei Bohumil Dušek, später bei Jiří Jaroch (1964–1974). Von 1976 bis 1980 war er Musikdramaturg und Leiter des Musiksenders beim Tschechischen Rundfunk in Plzeň (Pilsen) und seither Musikdramaturg des Tschechischen Rundfunks in Prag. Als Komponist erregte er erstmals Aufmerksamkeit mit seiner Fantasia appassionata für Orgel (1972), die beim Wettbewerb des Tschechischen Musikfonds (Český hudební fond) den 2. Preis gewann und anschließend zum Pflichtstück des Internationalen Interpretationswettbewerbs des Prager Frühlings avancierte. Von Temls Kompositionen wurden in der Folge beim Prager Frühling u. a. 1985 Tři promenády (1983), 1986 Tři ritornely (1977) und 1987 das Concerto grosso (1984) aufgeführt. Enigma vitae (2003) kam beim Festival Pražské premiéry (Prager Premieren) am 13. April 2005 zur Uraufführung. Temls drittes Concerto grosso (2002) entstand im Auftrag des Komorní Orchestr Berg (Berg-Kammerorch.), das die Komposition am 11. Febr. 2003 zur UA brachte.