*23. Nov. 1758 in Fellbach bei Stuttgart, †23. Aug. 1829 in Ulm, Komponist und Musiker. Der Sohn des Lehrers und Org. Georg Daniel Auberlen (1728–1784) erhielt ersten Musikunterricht durch seinen Vater und war anfänglich auch im Schuldienst tätig. 1782 reiste Auberlen nach Zürich, wo er sich musikalisch weiterbildete und von 1783 bis 1789 eine Anstellung als Kontrabassist fand. Nach kurzem Wirken als unbesoldeter Violinist in der Stuttgarter Hofkapelle und als MD. in Zofingen siedelte er 1791 nach Winterthur über, wo er bis 1798 das Musikkollegium leitete. Nach dem Einmarsch der französischen Truppen in die Schweiz verließ Auberlen das Land und lebte längere Zeit in süddeutschen Orten (u. a. in Kirchheim und als Musiklehrer am Seminar Bebenhausen bei Tübingen), bis er 1807 als MD. nach Schaffhausen berufen wurde. Dort gründete er 1816 eine Choral-Gesang-Anstalt. 1817 trat Auberlen das Amt eines Org. und MD. am Ulmer Münster an, das er bis zu seinem Tode innehatte.