*um 1560 in Schwerstedt (Thür.), †1622 in Altenweddingen bei Magdeburg. Wo Weißensee musikalisch und theologisch ausgebildet wurde, steht nicht fest. Seit etwa 1590 wirkte er als Rektor der Lateinschule in Gebesee. Um 1596 wurde er Kantor an der altstädtischen Lateinschule in Magdeburg. Dieses angesehene Kantorat hatten vor ihm M. Agricola, G. Dreßler und L. Schröter innegehabt. Als »Cantor und Musicus der Schulen zu Magdeburgk« mahnte ihn, wie er selbst in der Vorrede seines Opus melicum äußerte, »der Eifer seiner Vorgänger, ihr ernstliches, wahrhaft löbliches Streben«, auch seinerseits die ihm verliehenen »geringen Kräfte« daran zu setzen, daß die »göttliche Tonkunst in dieser ehrwürdigen Heimat der schönen Wissenschaften erhalten und soweit möglich ausgebreitet werde«. D. Friderici gehörte in Magdeburg zu seinen wichtigsten Schülern. 1602 ging Weißensee als Pfarrer nach Altenweddingen. Dieses Amt versah er bis zu seinem Tode.