*18. Mai 1905 in Traismauer/Niederösterreich, †21. Aug. 1992 in Wien, Komponist. Theodor Berger studierte nach Abschluß der Lehrerbildungsanstalt St. Pölten zunächst 1925 Komposition in Privatunterricht bei Camillo Horn (1860–1941) sowie dem Fr. Schmidt-Schüler Hubert Kessler und von 1926 bis 1932 Komposition bei Fr. Schmidt sowie Dirigieren bei Oswald Kabasta. Seit 1932 war Berger als freischaffender Komponist tätig. Er lebte in den 1930er Jahren (bis 1939) in in Wien und Berlin, wo 1933 seine ersten bedeutenden Kompositionen, die Streichorchesterwerke Malinconia und Rondino giocoso, entstanden. Durch den nachhaltigen Uraufführungserfolg von Malinconia bei den Düsseldorfer Reichsmusiktagen 1938 wurden R. Strauss und Wilh. Furtwängler auf ihn aufmerksam. Furtwängler wurde einer der wesentlichen Förderer Bergers (u. a. dirigierte er am 17. Okt. 1941 die UA der Ballade für großes Orch. im Rahmen der Berliner Philharmonischen Konzerte). Nach Kriegsende führten zahlreiche international renommierte Dirigenten die Kompositionen Bergers weltweit auf. Berger erhielt den Musikpreis der Stadt Wien (1949) sowie den österreichischen Staatspreis für Komposition (1951). Obwohl Berger vor allem in den 1950er und frühen 1960er Jahren einer der meistgespielten österreichischen Komponisten war, werden seine Werke gegenwärtig kaum noch rezipiert. ...