* 27. Juni 1923 in Auxerre/Burgund (Frankreich), † 27. Juni 1994 in Paris, Organist, Chorleiter und Komponist. Berthier, Sohn kirchenmusikalisch engagierter Eltern (Chorleitung, Orgeldienst am Münster in Auxerre), wurde seit früher Kindheit durch eine lebendige musikalische Tradition geprägt. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte er ein konzentriertes Musikstudium an der École César Franck in Paris (1945). 1946 heirate er Germaine de Lioncourt; die wachsende Familie (vier Kinder) lebte seither in Auxerre, ab 1960 in Paris, wo Berthier in der Plattenabteilung der Edition Fleurus und als Titularorganist an der Kirche Saint-Ignace wirkte.Seit 1954 pflegte er die Bekanntschaft und Zusammenarbeit mit dem katholischen Priester und Komponisten Père Josef Gelineau, der ihn beauftragte, Antiphonen zu seinen Psalmvertonungen zu komponieren. Durch die Publikation von 55 Antiphonen für vier gemischte und drei gleiche Stimmen wurde Berthier bekannt. Auf Anfrage von frère Robert, dem damaligen Musikverantwortlichen der Bruderschaft von Taizé, komponierte er zahlreiche unmittelbar mitvollziehbare liturgische Gesänge für Gottesdienste in Taizé, später auch Hymnen, Psalmen, Antiphonen und Responsorien für andere Kommunitäten und Klöster. Das Werkverzeichnis Berthiers umfasst 1200 Titel.Berthier beschränkte sich im Blick auf die besondere Situation in den Gottesdiensten in Taizé bewußt auf sehr einfache textliche und...