Ende 17. Jh. in Bologna (vgl. O. Penna, Faks.-Nachdr. *1973), †26. Okt. 1751 in Bonn, Kapellmeister und Komponist. Girolamo Donnini erhielt seinen ersten musikalischen Unterricht bei T. Vitali und wurde am 27. Mai 1706 als Instrumentalist (suonatore) in die Bologneser Accademia filarmonica aufgenommen, nachdem er ein Ave maris stella im fugierten Stil eingereicht hatte. Auch studierte er in Bologna bei P. G. Sandoni und war 1716 censore der Accademia. Seit Dez. 1718 ist er in Bonn am Hof des Kölner Erzbischofs und Kurfürsten Joseph Clemens (1688–1723) nachweisbar, der ihn 1719 als Konzertmeister für die weltliche Vokalmusik bestellte (die Instrumentalmusik leitete Vincent Lambert, die Kirchenmusik Georges François Le Teneur). Donnini gehörte unter Kurfürst Clemens August (1723–1761) zu den wenigen von seinem Vorgänger übernommenen Musikern und wurde am 30. Nov. 1723 zum Kammerkomponisten, am 29. März 1732 zum Hofkpm. mit dem recht hohen Anfangsgehalt von 500 Reichstalern jährlich ernannt. Er war seit 1733 verheiratet mit Anna Catharina Risack († 1764).