2. Hälfte des 16. Jh. in Görlitz, †19. Dez. 1635 wahrscheinlich in Bruck an der Mur (Steiermark), Komponist und Gegenreformator. Über die Jugend und musikalische Ausbildung von Albinus Fabritius ist nichts bekannt. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Dänemark ließ er sich in der Steiermark nieder, wo er bereits 1588 für die Widmung eines Werkes 6 Gulden erhielt (H. Federhofer 1954, Sp. 1708). Als Sekretär des Benediktinerklosters St. Lambrecht war er hauptsächlich mit Verwaltungsaufgaben befaßt. Infolgedessen erhielt er 1597 zwei Eisenhämmer im Aflenztal, die er im Auftrag des Klosters von seinem Wohnort Bruck an der Mur aus betrieb. Seine 1595 erschienenen Cantiones sacrae widmete er dem Abt des Klosters St. Paul im Lavanttal, Vincent Lechner; nach deren Veröffentlichung scheint Fabritius – berufsbedingt – nur noch gelegentlich komponiert zu haben.
Spätestens seit 1610 war Fabritius für seine Stadt Bruck und das Mürztal als Gegenreformationskommissär in die Konfessionsstreitigkeiten des steiermärkischen Raumes eingeschaltet. Mehrfach ist für diese konfessionell bewegte Zeit belegt, daß Konflikte durch seine Mitwirkung in Kompromissen friedlich beilgelegt wurden. Aus der Ehe mit der Witwe Caecilia Garscherin ging der Sohn Georg Albinus Fabritius († 1645) hervor, der sich 1627 an der Grazer Univ....