*1584 in Eichstedt, †23. Sept. 1638 in Rostock, Komponist und Musiktheoretiker. Als wichtigste Quelle für Daniel Fridericis Biographie gilt die Leichenrede (1638) von Henricus Rhane, Rektor der Univ. Rostock und persönlicher Freund Fridericis. Ergänzende Informationen über die Familie sind einer umfangreichen Leichenpredigt (1692) des Güstrower Dompredigers Joachim Schröder zu entnehmen, die dieser auf den Tod von Fridericis jüngstem Sohn Christoph, Geheimrat und Kammersekretär in Güstrow (1635–1692), verfaßt hat. Demnach stammte Friderici aus eher ärmlichen Verhältnissen und war schon in jungen Jahren dazu gezwungen, seinen Lebensunterhalt als Kurrendesänger und Chorknabe selbst zu verdienen. Entsprechend wechselhaft verliefen diese Jahre, in denen Friderici die Lateinschulen von Querfurt, Eisleben, Gerbstädt, Salzwedel, Burg, Magdeburg, Meißen und Braunschweig besuchte. Die längste Zeit davon verbrachte er in Gerbstädt, wo er den Angaben Rhanes zufolge Kompositionsschüler von V. Hausmann wurde. Weitere Ausbildung erfuhr er bei Fr. Weißensee, bis 1602 Kantor des Magdeburger Altstädtischen Gymnasiums. An die Schulzeit schlossen sich Wanderjahre an, in deren Verlauf Friderici über Hessen und Westfalen bis in die Niederlande gelangte. Daß er auf diesen Reisen sowohl H. Schütz in Kassel als auch J. P. Sweelinck in Amsterdam kennenlernte, läßt sich vermuten, wenn auch nicht nachweisen. In...