*6. Aug. 1858 in Basel, †15. Febr. 1910 in Dresden, Lehrer und Komponist. Fuchs, der 1892 auf eigenen Wunsch aus dem Schweizer Bügerrecht entlassen wurde, war Schüler des Humanistischen Gymnasiums in Basel; er erhielt Klavier- und Violinunterricht bei Ernst Reiter und Adolf Bargheer sowie Musiktheorieunterricht bei Samuel de Lange und Selmar Bagge. Von 1876 bis 1879 studierte er am Leipziger Kons. bei C. Reinecke, S. Jadassohn, O. Paul und E. Fr. Richter. 1880 wurde er MD. in Trier. 1883 bis 1889 lebte Fuchs in Oberlößnitz (bei Dresden) und widmete sich ausschließlich der Komposition. Bei einem internationalen, unter dem Protektorat der Königin-Regentin von Spanien ausgeschriebenen Wettbewerb wurde seine Klaviersonate op. 11 mit dem 1. Preis ausgezeichnet und brachte ihm den Titel eines Ehrenprof. des Kons. zu Valencia. 1889 erwarb er das von Wilh. Freudenberg 1870 gegründete Kons. in Wiesbaden. Unter seiner Leitung gelangte es zu bedeutendem Ansehen. Fuchs konnte 1890 bis 1895 H. Riemann als Lehrer gewinnen, der seinen damaligen Schüler M. Reger mitbrachte. 1898 ging Fuchs an das Kgl. Kons. nach Dresden und lehrte dort Musiktheorie und Gesang; ab 1908 war er dort als Kgl. Prof. tätig. Fuchs hatte seit 1901 auch die Leitung der Robert Schumann-Singakademie...