Nach seiner Promotion in Wirtschaftsgeschichte (1935) und einer Tätigkeit als Vertreter der deutschen Urheberrechtsgesellschaft beim Bureau international de l’édition mécanique in Paris wurde Hans Gerig (*16. Juli in Freiburg im Breisgau, †15. März 1978 in Köln) 1940 Verlagsleiter der dortigen Éditions continental. 1946 gründete er in Köln einen »Bühnen- und Musikverlag Dr. Hans Gerig«. Er arbeitete in verschiedenen Gremien zur Organisation des deutschen Musikverlagswesens und zum Urheberrecht mit, so im Deutschen Musikverlegerverband und als stellvertretender Vorsitzender im GEMA-Aufsichtsrat. Das Verlagsprogramm wurde anfangs von Bühnenwerken (darunter J. Offenbachs Geneviève de Brabant) und zeitgenössischer Klaviermusik bestimmt (u. a. von J. Weismann und B. A. Zimmermann), insb. aber, dies bis heute (2002), von Popularmusik (z. B. Schlager für die Jugend, 1956; Von gestern bis heute. 100 Schlagererfolge der Gerig-Produktion, 1960; Stars & Schlager. Die große Gala der Schlager-Elite, 1994). Dieses Repertoire schuf die finanzielle Grundlage für zahlreiche Vertretungen und Akquisitionen anderer Verlage und einzelner Titel, darunter 1956 das Unterrichtswerk Die Garbe von Tonger oder die Verlage von Willi Ostermann (1952), Paul Raasch (1954), Gerhard Ebeler (1956) und A. Volk (1957); dadurch gehören der Verlagsgruppe Gerig über 30 Unternehmen an oder kooperieren mit ihr (so neben den unten...