* zwischen 1720 und 1725 in Pescia, † 1805 in London, Sänger (Soprankastrat). Mazzanti debütierte 1741 in Berlin als Sesto Pompeo in C. H. Grauns Cleopatra e Cesare. Von 1744 bis 1750 gehörte er der Cappella Antoniana in Padua an und setzte gleichzeitig seine Karriere als Opernsänger in Este (1749), Spoleto (1751), Rom (1751–53), Lucca (1752), Bologna (1754) und Turin (1754/55) fort. 1755 sang er in München in A. Bernasconis Adriano in Siria. Das Jahr 1756 brachte zwei erfolgreiche Auftritte in Opern Chr. W. Glucks: im Febr. in Rom als Demetrio in Antigono und im Dez. in Wien als Aminta in Il Rè pastore. In Stuttgart war Mazzanti 1759 an N. Jommellis Opern L’Endimione (Titelpartie) und Alessandro nell’Indie (Poro) beteiligt. Er ließ sich 1765 in Neapel nieder, wo er freundschaftliche Beziehungen zu G. Sigismondo pflegte und letzte sängerische Erfolge u. a. in N. Piccinnis Il gran Cid (Rodrigo) 1766 und G. Paisiellos Lucio Papirio dittatore (Quinto Fabio) 1767 feiern konnte. Von 1770 bis 1774 lebte er in Rom, wo Ch. Burney ihn 1770 besuchte, und trat vereinzelt in Buffa-Opern auf, zum...