* 28. Jan. 1791 in Paris, † 19. Jan. 1833 ebd., Komponist. Ferdinand Herold war Sohn des Pianisten und Komponisten Franz Joseph (François-Joseph) Herold (* 18. März 1755 in Seltz, Bas-Rhin, † 1. Okt. 1802 in Paris [MGG 6, 1957, und EitnerQ: 10. März 1755 – 1. Sept. 1802]), der bei C. Ph. E. Bach in Hamburg studiert hatte. Dieser ließ sich 1781 in Paris als Musiklehrer nieder, wo er bald ein gefragter Klavierlehrer wurde. Seine Kompositionen beschränkten sich auf Klavier- und Kammermusik sowie Bearbeitungen. Der Vater unterwies den Sohn Ferdinand offenbar sehr früh im Klavierspiel, da dieser bereits im Alter von sechs Jahren erste Kompositionen für das Instrument vorlegte. Mit elf Jahren trat Ferdinand Herold in das renommierte Pensionat Hix ein, wo er durch außergewöhnliche Leistungen, unter anderem beim jungen Fétis, auffiel. Mit knapp 16 Jahren wurde er 1806 ins Cons. aufgenommen. Dort wurde er von Louis Adam (Kl.), R. Kreutzer (V.) und Ch.-S. Catel (Harmonielehre) unterrichtet. 1810 errang er den Premier Prix de piano, als er statt des geforderten Pflichtstückes eine eigene Klaviersonate (op.1) vorstellte. 1811 wurde Herold in die Kompositionsklasse von Méhul aufgenommen, der einen nachhaltigen Einfluß auf seine musikalische Entwicklung nahm. Im Laufe des Jahres 1812 trat Herold zum...