* 23. Aug. 1907 in Solingen, † 8. Mai 1996 in Tutzing, Cellist. Der Sohn eines Juweliers erhielt mit sechs Jahren sein erstes Cello und spielte wenig später gemeinsam mit dem Vater sowie den älteren Brüdern Franz und Heinz im Streichquartett. Nach dem Gymnasialbesuch studierte er von 1925 bis 1931 bei Wilhelm Lamping auf Schloß Halberg sowie in München. 1930 erhielt Hoelscher den Mendelssohn-Preis. Von 1931 bis 1942 spielte er im Elly-Ney-Trio und im Strub-Quartett. 1936 wurde er zum Prof. an der Hochschule für Musik in Berlin und wenig später am Mozarteum in Salzburg ernannt. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg bildete er ein Trio mit W. Gieseking und Gerhard Taschner. Als Solist konzertierte er mit allen großen Dgt. seiner Zeit und trat in mehr als fünfzig Ländern auf. 1954 übernahm er eine Professur an der Stuttgarter Musikhochschule. Er wurde 1974 mit dem Bayerischen Verdienstorden und 1979 mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet und war seit 1981 Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste.Unter den großen Instrumentalisten des 20. Jh. war Hoelscher einer der wenigen, deren Karriere von der Kammermusik nicht nur ihren Ausgang nahm, sondern...