*6. Mai 1823 in Biebrich am Rhein, †16. Nov. 1897 in München, Journalist, Schriftsteller und Kulturhistoriker. Nach einem Studium der Theologie in Marburg, Tübingen und Gießen (1841–1843) sowie weiteren Studien in Bonn (Theologie, Geschichte und Politik) wandte sich Riehl einer Laufbahn als Journalist zu. 1854 wurde er als Honorarprof. für Staatswissenschaften nach München berufen (seit 1859 ordentlicher Prof. für Kulturgeschichte und Statistik). 1885 wurde der zwei Jahre zuvor geadelte Riehl zum Generaldirektor des Bayerischen Nationalmuseums und zum Generalkonservator der Kunstdenkmale und Altertümer Bayerns ernannt. Seit 1870 unternahm er regelmäßig zweimal jährlich ausgedehnte Vortragsreisen, die er erst 1894, nach dem Tod seiner Frau, aus gesundheitlichen Gründen einstellte. Seine akademische Lehrtätigkeit beendete er erst wenige Wochen vor seinem Tod.