1. Alfred, * 5. März 1832 in Triest, † 27. Febr. 1882 in Paris, verheiratet mit Marie (2.), PianistJaëll, AlfredAlfred Jaëll. Nach erstem Klavierunterricht durch den Vater zog die Familie 1843 nach Wien, wo Jaëll bei Czerny studierte. Der Auftritt des Elfjährigen an der Mailänder Scala war erster Höhepunkt einer glanzvollen Virtuosenkarriere, die ihn später durch ganz Europa und 1851 sogar in die USA führte. 1856 wurde er in Hannover zum kgl. Hofpianisten ernannt. Nachdem er 1866 Marie Trautmann geheiratet hatte, gab das Paar gemeinsam Konzerte. Gerühmt für die Delikatesse seines Anschlags, um die makellose Ausführung von Trillern von dem befreundeten Liszt beneidet, galt er als einer der führenden Chopin-Interpreten. In Italien setzte er als erster Brahms auf das Programm (ab 1857), in Paris besorgte er 1874 die französische Erstaufführung von Schumanns Klavierkonzert a-Moll op. 54 (1841/1845). Im Zuge seiner Konzerttätigkeit entstanden auch eigene Klavierstücke und Opern-Paraphrasen.