*1775 in Lissabon, †18. Aug. 1842 ebd., Komponist und Pianist. Seine erste musikalische Unterweisung dürfte er von seinem Vater, Francesco Saverio Buontempo, erhalten haben, der erster Oboist des Königlichen Orchesters war und am Konservatorium S. Onofrio a Capuana in Neapel unterrichtet hatte. Im Alter von 14 Jahren wurde Bomtempo als Sänger der Königlichen Kapelle von Bemposta in die Bruderschaft S. Cecília aufgenommen, der alle Musiker Lissabons angehörten. Nach dem Tode seines Vaters 1795 wurde er zu seinem Nachfolger im Königlichen Orchester ernannt. 1801 brach er nach Paris auf, wo er bereits im darauffolgenden Jahr eigene Werke publizierte und sie in Konzerten in der Académie de Musique der Rue de Grenelle, in der Salle Olympique (mit einem Orchester unter Rudolf Kreutzer) und in der Salle Desmarets zusammen mit Virtuosen, wie dem Geiger Philippe Libon, vorstellte. Einige dieser Konzerte fanden lobenden Widerhall in der Pariser Presse. 1804 trat er ebenfalls mit großem Erfolg in Bordeaux auf. Anläßlich seines letzten Konzertes in Paris (am 15. Jan. 1810) wurde er jedoch in der Allgemeinen Musikalischen Zeitung mit Dussek und Kalkbrenner verglichen, ein Vergleich, der zu seinen Ungunsten ausfiel. Im Herbst 1810 zwangen ihn die...