* 23. September 1920 in Jerewan, † 28. März 2012 in Jerewan, Komponist, Pianist und Pädagoge. Nach anfänglichem Klavierunterricht (1927–1934) an der Spendiarov-Musikschule des Kons. in Jerewan studierte Harutʿyunyan am gleichen Kons. Komposition bei S. Barxudaryan und Vardkes Talyan sowie Klavier bei Olga Babasyan (1934–1941). Von 1944 bis 1946 setzte er sein Studium am Moskauer Kons. bei Konstantin Igumnov (Klavier), Christofor Kušnarëv (Komposition und Polyphonie), Genrich Litinskij, Nikolaj Pejko (Komposition) sowie Viktor Zukkermann (Musiktheorie) fort. 1946 lernte Harutʿyunyan D. Šostakovič kennen, dem er bis zu dessen Tod freundschaftlich verbunden blieb. 1947 kehrte er nach Jerewan zurück. Seit 1954 lehrte er Komposition am dortigen Kons. (seit 1977 als Professor). Zu seinen Schülern zählen Aram Satyan, Êduard Sadoyan, David Azaryan und Ašot Ġazaryan. Harutʿyunyan war häufiges Mitglied und Vorsitzender von Jurys internationaler Bläserwettbewerbe. Ihm wurden die Titel Volkskünstler der Armenischen SSR (1962) und der UdSSR (1970) verliehen. Harutʿyunyan erhielt den Stalinpreis (1949 für Kantat hayreniki masin) und den Staatspreis der Armenischen SSR (1972 für die Oper Sayatʿ-Nova), die Staatsmedaille »Movses Xorenacʿi« (1998) sowie den Staatsorden »Mesrop Maštocʿ« (2001).
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