1. Johann d. Ä., * get. 2. Juli 1581 in Nürnberg, † begraben 15. Nov. 1634 ebd., Organist und KomponistStaden, Johann d. Ä.Johann d. Ä. Staden. Johann Staden entstammt der 1574 geschlossenen zweiten Ehe des Hanns Staden, einem seit 1566 in Nürnberg nachweisbaren Formschneider und Schriftgießer aus Münster (Westfalen), mit Elisabeth Löbele. Über Johanns Jugend und Studienjahre ist nichts bekannt; er könnte Schüler des damaligen Lorenz-Organisten K. Haßler gewesen sein. Immerhin wird noch 1730 berichtet, daß Staden »schon in dem 18. Jahr seines Alters zu Nürnberg mit Ruhm einen Organisten abgabe« (J. G. Doppelmayr 1730, S. 221). Bei ­seiner Hochzeit am 16. April 1604 mit der Pfarrerstochter Walpurg Reißner aus Ebermergen bei Donauwörth wird Staden als fürstlicher Org. zu Bayreuth bezeichnet; er stand demnach im Dienst des ­Markgrafen Christian. Staden folgte seinem Dienstherrn 1605 nach Kulmbach. Anfang 1611 ließ Staden eine Tochter in Nürnberg taufen; es ist indessen nicht klar, welche Position er seinerzeit einnahm. Von Juni 1612 bis Anfang 1614 hielt sich Staden möglicherweise in Dresden auf, um für eine Zeitlang den verwaisten Posten H. L. Haßlers als Org. am Hof des sächsischen Kurfürsten zu vertreten (S. B. Collins...