*23. Sept. 1964 in Dessau, Komponistin. Annette Schlünz war Mitglied der Kinderkomponistenklasse Halle und studierte von 1983 bis 1987 an der Hochschule für Musik Dresden Komposition bei U. Zimmermann, Klavier und Dirigieren. Ihr Kompositionsstudium setzte sie bis 1991 als Meisterschülerin von P.-H. Dittrich an der Akad. der Künste Berlin fort, arbeitete parallel am Dresdner Zentrum für zeitgenössische Musik und lehrte bis 1992 an der Dresdner Musikhochschule. 1992 begann sie mit der Realisierung von länderübergreifenden Projekten und gründete 1994 die französisch-deutsche Compagnie de Quatre, die sich Projekten zwischen Musik, Bildender Kunst und Szene widmete. Auf Einladung des Goethe-Instituts unterrichtete sie ab 1995 als Dozentin für Komposition in Argentinien, Chile, Brasilien, Lettland, den USA und Vietnam. Seit 2007 ist sie Kompositionsdozentin beim Festival musicalta in Frankreich. 1990 erhielt sie den Eislerpreis und 1998 den Heidelberger Künstlerinnenpreis. Stipendienaufenthalte führten sie u. a. in die Villa Massimo, Rom (1999), auf Schloß Solitude, Stuttgart (2000), die Höge (2003), ins GRAME, Lyon (2005) und auf den Künstlerhof Schreyahn (2006). Schlünz lebt als freischaffende Komponistin in Straßburg und Dresden.