* 29. Juli 1925 in Chios, Komponist. Er studierte Musik am Athener Kons. (1943–1950) unter Philoktētēs Oikonomidēs. Als Mitglied der Kommunistischen Partei schloß er sich im Zweiten Weltkrieg dem Widerstand an; während des Bürgerkrieges wurde er auf die Inseln Ikaria und Makronisos deportiert. Später führte er dank eines Stipendiums des griechischen Staates sein Musikstudium am Pariser Kons. (1954–1957) unter O. Messiaen (Komposition) und Eugène Bigot (Instrumentation) weiter. 1957 erhielt er die Goldmedaille beim Kompositionswettbewerb der Jugendweltfestspiele in Moskau, 1959 den Copley-Musikpreis als bester europäischer Komponist und 1963 den Sibelius-Musikpreis. 1960 kehrte er nach Griechenland zurück und engagierte sich erneut politisch: 1963 gründete er als Vorsitzender die politisch und kulturell einflußreiche Demokratische Lambrakēs-Jugend; 1964 wurde er Parlamentsabgeordneter der Griechischen Demokratischen Linkspartei. Nach dem Militärputsch (1967) wurde er verhaftet und inhaftiert, seine Musik im ganzen Land verboten. Internationale Komitees namhafter Prominenter erwirkten 1970 seine Freilassung. Von 1970 bis 1974 unternahm Theodōrakēs eine Welttournee mit Hunderten von Konzerten, um zum Kampf gegen die Obristen aufzurufen. 1974, nach der Wiederherstellung der Demokratie, kehrte er in seine Heimat zurück und veranstaltete dort Volkskonzerte, deren Widerhall beispiellos war. 1981 wurde er erneut als Parlamentsabgeordneter der Kommunistischen Partei gewählt. In den folgenden...