*28. Sept. 1908 in Kjustendil (Bulgarien), †19. Febr. 2000 in Espinho (Portugal), Komponist und Dirigent. Von seinem Vater, dem Juristen Petār Goleminov, erhielt Marin im Alter von 9 Jahren seinen ersten Violin-, von N. Atanasov in Sofia den ersten Musiktheorie- und Harmonielehreunterricht. Als 16jähriger Schüler komponierte er seine ersten Werke, darunter das Esenna pesen (1930). Von 1927 bis 1931 studierte er an der Sofioter Musikakademie (Violine bei Todor Torčanov, Kirchenmusik bei Petār Dinev, Musiktheorie bei D. Christov und Atanasov, Musikgeschichte bei St. Brašovanov). Unmittelbar darauf erhielt er eine Anstellung als Bratschist im Orch. der Volksoper Sofia (unter der Leitung von I. Dobrovejn und Hermann Stange). In Paris studierte er von 1931 bis 1934 Komposition (V. d’Indy) und Dirigieren (M. Labey) an der Schola cantorum. Goleminov besuchte daneben Kompositionskurse bei P. Dukas an der École normale und Vorlesungen für Theorie, Ästhetik und Literatur an der Sorbonne. 1934 kehrte Goleminov nach Sofia zurück, wo er Mitglied der 1933 gegr. Ges. für Neue Musik wurde. Bis 1938 war er als Lehrer tätig. Von 1935 bis 1938 war er (Gründungs-)Mitglied des Quartetts Avramov (zweite Violine), eines der wichtigsten bulgarischen Kammerensembles der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 1938/39...