*29. April 1945 in Odessa, Pianist. Oleg Maisenberg erhielt als Fünfjähriger den ersten Klavierunterricht von seiner Mutter, besuchte ab 1956 die Zentrale Musikschule in Kischinjow und studierte von 1966 bis 1971 am Gnesin-Inst. in Moskau bei Alexander Joscheles, dessen Assistent er anschließend wurde. 1967 gewann er in Wien den zweiten Preis beim Internationalen Schubert-Wettbewerb sowie einen Wettbewerb für Musik des 20. Jahrhunderts. Seit 1971 trat er regelmäßig in Abonnementskonzerten der Moskauer Philharmoniker und anderer großer sowjetischer Orch. auf. 1972 spielt er erstmals mit dem Geiger G. Kremer, mit dem ihm seitdem eine enge künstlerische Beziehung verbindet. 1981 emigriert er als russischer Jude in den Westen und ließ sich in Wien nieder. Zwischen 1985 und 1998 lehrte er als Prof. an der Stuttgarter Musikhochschule, seitdem ist er in gleicher Funktion an der Univ. für Musik und Darstellende Kunst Wien tätig. In der Saison 1994/95 spielte er eine Serie von zwölf Klavierabenden im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses. Dabei wurde ihm die Ehrenmitgliedschaft der Wiener Konzerthausges. verliehen.