*3. April 1617 in Foligno, †24. Febr. 1692 in Rom, Altist, Kapellmeister, Komponist und Organist. Die Eltern Antimo Liberatis, Pietro und Tarquinia, schickten ihren Sohn am 9. Febr. 1628 zur Ausbildung an die Kapelle von S. Giovanni in Laterano in Rom, als A. M. Abbatini deren Kpm. war. Liberati blieb dort bis etwa 1629. Nachdem er nach Foligno zurückgekehrt war, wurde er zum Notar ausgebildet und war als solcher von 1634 bis 1637 und von 1645 bis 1646 tätig. Von 1637 bis 1643 lebte er in Wien und stand im Dienst von Kaiser Ferdinand III. (reg. 1637–1657) und Erzherzog Leopold. Als er am 6. Febr. 1644 nach Foligno zurückkehrte, erhielt er die erste Tonsur und die niederen Weihen. In den 1650er Jahren zog er nach Rom und erhielt Kontrapunktunterricht von Gr. Allegri und ab 1652 von O. Benevoli, mit dem Liberati eine enge Freundschaft verband. Von 1652 bis 1657 war er Altist in der Chiesa nuova, anschließend wurde er maestro di cappella und Org. des Oratoriums von S. Girolamo della Carità. 1658 trat er in die Congregazione dei musici di S. Cecilia ein, und am 10. Nov. 1661 wurde er als Altist in die Cappella...