* ca. 1550/60 in Uelzen, † 21. Februar 1590 in Hamburg, Lehrer und Chorleiter. Sein Vater Erasmus Eler (ca. 1520–1588) war Tertius collega, seit 1547 Conrector und ab 1575 Rector der Lateinschule in Ülzen. Franz Eler ist 1580 als Student (wahrscheinlich der Philologie) an der Universität Rostock nachweisbar. 1581 wurde er als Lehrer an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg mit der Sonderfunktion des Succentors angestellt, der die vom Schülerchor »choraliter« auszuführenden Gesänge während der täglichen Gottesdienste vor allem in der St.-Jakobi-Kirche vorzubereiten und zu leiten hatte. In demselben Jahr erhielt »Frantz, de[ ] Scholemester, de vp vnsem Chore singeth«, von der Jakobi-Gemeinde »tho syner Hochtidt vorehret 2 1/2 Daler« (L. Krüger 1981, S. 30). Anlässlich seines Todes erschien ein Epitaphium-Druck mit lateinischen Trauergedichten von sechs Autoren, darunter seines in Rostock Philologie studierenden jüngeren Bruders Heinrich Eler.
Klaus BeckmannBeckmann, Klaus