*7. Juni 1730 in Bierhütte bei Hohenau (Passau), †26. Jan. 1803 in Kremsmünster, Geistlicher und Komponist. Pasterwiz begann seine humanistischen Studien in Passau, setzte sie in Niederaltaich, wo Regens chori P. Kilian Krautter seine Musikbegabung erkannte und ihn Orgelspiel lehrte, und ab 1745 in Kremsmünster fort. Dort waren wohl P. Nonnos Stadler und P. F. Sparry seine Lehrer. 1749 trat er in das Benediktinerstift Kremsmünster ein (Profeß am 1. Nov. 1750, Primiz am 24. Juni 1755). Seine Theologiestudien absolvierte er 1750 bis 1755 in Salzburg, wo er auch Jura, Mathematik und Sprachen studierte sowie bei Joh. E. Eberlin verkehrte und sich in der Musik vervollkommnete. Nach Kremsmünster zurückgekehrt, komponierte er u. a. für die Aufführungen des Stiftstheaters, arbeitete ab 1759 außerdem als Lehrer für Philosophie, Mathematik, Experimentalphysik und Polizeywissenschaft an Gymnasium und Ritterakad. (1795–1801 Dekan) und war in der Nachfolge Sparrys zwischen 1767 und 1783 Regens chori. 1782/83 hatte Pasterwiz großen Anteil daran, daß das Stift von den josephinischen Klosteraufhebungen verschont blieb und nur 1790 die Ritterakad. aufgelöst wurde. In diesem Zusammenhang ist sowohl sein Verzicht auf das Amt des Regens chori 1783 zu sehen als auch seine Tätigkeit 1785 bis 1795 als Stiftshofmeister in Wien (wo er u. a....