*9. Juli 1697 (?, vielleicht auch zu Beginn des Jahrzehnts) in Padua oder Venedig, †11. Jan. 1763 in Würzburg, Musiker und Komponist. Bis heute fehlen Belege, die Herkunft und Ausbildung Plattis zweifelsfrei klären. Gesichert ist, daß Giovanni (»Zuane«) Benedetto 1711 in die venezianische Künstlergilde Arte di sonadori aufgenommen wurde und, wie sein Vater Carlo (Violettaspieler an S. Marco), auch 1715 deren Mitglied war. Weitere Nachrichten, die Plattis Zeit in Venedig betreffen – sein Unterricht bei Fr. Gasparini und eine Reise nach Siena, bei der er das Cembalo a martelletti kennengelernt haben soll (Domenico Palafuti 1764 an P. Martini; vgl. M. Fabbri 1967) –, sind bisher noch ohne nähere Bestätigung. 1722 war er unter den italienischen Virtuosen, die der Fürstbischof von Würzburg, Johann Philipp Franz von Schönborn für seine Hofkapelle verpflichtete (Anstellungsdekret vom 2. April). Der oboista heiratete 1723 die Hofsängerin Maria Theresia Lambrucker. 1724 nach dem plötzlichen Tod seines Dienstherrn entlassen, wurde er unter dem Nachfolger wieder angestellt. Aber erst Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn (ab 1729), ein Bruder von Johann Philipp Franz, erweiterte das Tätigkeitsfeld seines Oboisten um das eines Sängers, Gesangslehrers und Violinisten. Zeitweise arbeitete...