* 11. Aug. 1894 in Wien, † 9. oder 10. Dez. 1939 in New York, Komponist, Pianist und Dirigent. Aufgewachsen in der künstlerisch-musikalisch geprägten Atmosphäre des Wiener Großbürgertum der Jahrhundertwende, begann Grosz 1910 an der Wiener Musikakad. zu studieren (Komposition, Klavier und Dirigieren), u. a. bei Richard Robert, R. Heuberger und R. Fuchs; von 1913 bis 1916 und 1918/19 gehörte er der Kompositionsklasse von Fr. Schreker an. Das 1913 begonnene Studium der Mw. bei G. Adler an der Univ. Wien schloß Grosz 1920 mit der ungedruckten Diss. Die Fugenarbeit in W. A. Mozarts Vokal- und Instrumentalwerken ab. Schon bald nach Ende seiner Studien wandte sich Grosz den neuen Medien Schallplatte, Rundfunk und Tonfilm sowie deren aktueller Tonsprache zu. Die Anerkennung seines kompositorischen Schaffens, das bis zu diesem Zeitpunkt vorwiegend der sog. E-Musik zuzurechnen war, gipfelte 1927 in der Verleihung des Preises der Stadt Wien. Mit Ausnahme der Saison 1920/21, in der Grosz an der Mannheimer Oper als Kpm. engagiert war, lebte er bis 1927 als Komponist und Begleiter diverser Varietékünstler in seiner Heimatstadt. 1928 übersiedelte er nach Berlin, um als Dgt., Arrangeur und Pianist für die Plattenfirma Ultraphone Gramophone Co. und...