*22. Aug. 1753 in Salzungen, †25. Mai 1826 in Leiden, Organist, Kapellmeister, Komponist und Musiktheoretiker. Ruppes Vater war Hut- und Instrumentenmacher und zugleich Org. in Wilprechtsrode; sein jüngerer Bruder, der Violinist, Pianist und Komponist Friedrich Christian Ruppe (1771–1834), war ab 1798 als Kammermusikus am Sächsisch-Meininger Hof angestellt. Über Ruppes Jugend ist wenig bekannt. Nach F. C. Kist (1841) soll er bereits 1772 in Leiden ansässig gewesen sein, 1773 immatrikulierte er sich an der dortigen Univ. für ein juristisches Studium, trat jedoch vorerst als Händler und Amateur de musique in Erscheinung. Nach einem kurzen Aufenthalt in Deutschland ließ er sich erneut am 20. Juni 1787, diesmal an der philosophischen Fakultät der Univ. Leiden immatrikulieren. Bereits ein Jahr danach wurde er Org. der Lutherischen Kirche in Leiden. Ein Privileg vom 29. Juli 1790 sicherte ihm den Anspruch auf die Herausgabe seiner Kompositionen auf 15 Jahre, darunter Klavierkonzerte, Quartette und französische und italienische Arien, die nicht erhalten sind. Am 18. Okt. 1790 wurde er Kpm. und MD. (ordinaris musicant) der Universität. 1796 gründete Ruppe einen dreistimmigen Waisenhauschor, der u. a. mit Instrumentalisten aus Den Haag musizierte. Auch die Gründung des ...