*12. Okt. 1746 in Vila do Príncipe do Serro Frio (heute Serro; Minas Gerais, Brasilien), †um den 7. April 1805 in Rio de Janeiro, Komponist, Organist und Dirigent. Lobo de Mesquita wirkte während der zweiten Hälfte des 18. Jh. in der Provinz Minas Gerais. Der Anzahl der Werke zufolge muß er der produktivste Komponist geistlicher Musik dieser Provinz während der späten Kolonialzeit gewesen sein. Als Sohn des Portugiesen José Lobo de Mesquita und dessen schwarzer Sklavin Joaquina Emenrenciana wurde er von seinem Vater zum freien Mann gemacht und studierte Musik und Latein in seiner Geburtsstadt unter Anleitung von Pater Manuel da Costa Dantas, dem Kpm. der Hauptkirche Nossa Senhora da Conceição. Vermutlich vor 1776 ließ sich Lobo de Mesquita in Arraial do Tejuco (heute Diamantina) nieder und hat möglicherweise 1783 oder 1784 dort seine berufliche Laufbahn als Org. der Kirche Sankt Antonio begonnen, bis er im Juli 1789 in den Ordem Terceira de Nossa Senhora do Carmo eintrat. Im Jahr zuvor war er Mitglied der Bruderschaft Nossa Senhora das Mercês dos Homens Crioulos geworden, was die Tatsache bestätigt, daß er Mulatte war. In der selben Stadt war er außerdem erster...