* 9. April 1874 in Wien, † 9. Jan. 1939 ebd., Komponist. Bittner, Schüler von Jos. Labor, begann während des juristischen Studiums zu komponieren. Nach Abschluß des Studiums war er als Richter in Wolkersdorf und (inzwischen verheiratet mit der Altistin Emilie Werner) ab 1908 in Wien tätig. Weitere musikalische Förderung erhielt er durch Br. Walter. Mit der Roten Gred und dem Ballett Der Mantel der Liebe begann Bittner als Komponist bekannt zu werden und erhielt bald eine Reihe von Auszeichnungen (Mahler-Preis 1915, Raimund-Preis 1919, Kunstpreis der Stadt Wien 1925). Zudem schrieb er Feuilletons für diverse Zeitungen, war kurze Zeit Redakteur des Merker und wurde Präsident des Wiener Tonkünstlervereins sowie der Ges. der Autoren, Komponisten und Musikverleger. 1922 gab er, mittlerweile Anwalt im Justiz-Ministerium, seine juristische Karriere auf. Das Komponieren von Operetten (auf diesem Gebiet nicht sein eigener Librettist) verhalf ihm in seinen letzten Lebensjahren zur Sicherung der materiellen Existenz. Bittners Lage, die sich mit dem Fortschreiten seiner schweren Diabetes drastisch verschlechterte, wurde durch E. W. Korngold entscheidend erleichtert, der das Singspiel Walzer aus Wien, für das Bittner die Musik zusammengestellt hatte, wirkungsvoll bearbeitete und ihm zu großem Erfolg...