1. Johann (Georg), * Getauft 28. Februar 1735 in Geislingen/Steige (Württemberg), † 22. Mai 1788 in Sorau (Żary, Niederlausitz), Hornist und ViolinistNisle, Johann (Georg)Johann (Georg) Nisle. Der Sohn des Gastwirts und Metzgers Johann Konrad Nisle war seit 1758 Hautboist der herzoglich württembergischen Garde zu Fuß in Ludwigsburg. Am 17. November 1759 heiratete er Juliane Margaretha Kauffmann, die Tochter eines Schultheißen, mit der er neun Kinder hatte. Nach Studien bei dem ersten Hornisten der Stuttgarter Hofkapelle Johann Joseph Rudolph wurde er 1765 in die Hofmusik aufgenommen. Als Rudolph 1766 den Hof verließ, trat Nisle dessen Nachfolge an. Per Dekret vom 1. Oktober 1773 wechselte er als zweiter Hornist in die Hofkapelle des Fürsten Kraft Ernst zu Oettingen-Wallerstein (1748–1802) im Nördlinger Ries (Bayern), der er vier Jahre lang angehörte. Am 9. Dezember 1777 erhielt er auf eigenen Wunsch seine Entlassung. Anschließend trat er als Konzertmeister in die Dienste des Grafen Johann Friedrich Alexander zu Wied-Neuwied (1706–1791), was darauf hindeutet, dass zu der Zeit nicht mehr das Waldhorn, sondern die Violine sein Hauptinstrument war. 1783–1786 gehörte er der Kapelle von Herzog Georg I. von Sachsen-Meiningen (1761–1803) als Geiger an. 1785 ist er...