*17. Feb. 1887 in Oulu, †6. Okt. 1947 in Helsinki, Komponist. Nachdem Madetoja in der Kindheit das finnische Volksinstrument kantele (finn. Zupfzither) zu spielen gelernt hatte, studierte er ab 1906 in Helsinki am Musikinst. (seit 1939 Sibelius-Akad.) bei A. Järnefelt und E. Furuhjelm. 1908 wurde er neben T. Kuula Schüler von J. Sibelius. Im gleichen Jahr debütierte er als Liedkomponist, 1909 mit einem Klaviertrio und 1910 mit einem Orchesterwerk. 1910 erhielt er an der Univ. Helsinki den M. A. (Musikwissenschaft). Er setzte seine Studien in Paris fort und bemühte sich (allerdings ohne Erfolg) insb. um die Aufnahme in die Meisterklasse von V. d’Indy. Auf Sibelius’ Spuren wechselte er 1911 nach Wien zu R. Fuchs. 1912 wurde Madetoja neben Kuula Kpm. bei R. Kajanus in Helsinki. 1913 heiratete er die Dichterin Onerva. Von 1914 bis 1916 leitete er das Orch. in Wiburg und komponierte dort seine 1. Symphonie. Anschließend initiierte er die Gründung von Suomen Säveltaiteilijain Liitto (Verband Finnischer Tonkünstler) und etablierte sich als Theorielehrer in Helsinki, wo er bis 1939 am Musikinst. unterrichtete. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Doz. wirkte Madetoja seit 1916 als Musikkritiker der Tageszeitung Helsingin Sanomat, als MD. der Univ....