*28. Jan. 1898 in Alexandria (Ägypten), †19. Febr. 1994 in New York, Komponist. Mit fast 14 Jahren zog Vittorio Rieti nach Mailand, um an der Wirtschafts- und Handelsuniversität »Bocconi« zu studieren (1917 Promotion). Gleichzeitig studierte er Klavier und Komposition bei Giuseppe Frugatta am Mailänder Konservatorium. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, an dem er als Offiziersanwärter teilgenommen hatte, zog er mit seiner Familie nach Rom. Dort knüpfte er Kontakte zu A. Casella, O. Respighi und G. Fr. Malipiero. Während eines Aufenthaltes in Wien 1921 lernte Rieti A. Schönberg kennen, der seine Kompositionen außerordentlich schätzte und sie im Verein für musikalische Privataufführungen aufführen wollte. Ebenso wichtig für Rietis Karriere war der Exklusivvertrag, den er für acht Jahre mit der Universal Edition abschloß. Der internationale Durchbruch gelang Rieti im Jahre 1924, als Casella beim Festival der IGNM in Prag sein Concerto für Bläserquintett und Orch. leitete.Entscheidend für den kompositorischen Weg Rietis war 1925 die Begegnung mit S. Djagilev beim Festival di musica contemporanea in Venedig. Djagilev beauftragte ihn mit der Musik für die beiden Ballette Barabau (Choreographie: G. Balanchine) und Le Bal (Bühnenbilder und Kostüme von De Chirico), die...